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Herzmusik

Er konnte hören, als Seelensterne Hochmut weinten.
Er hörte zu.
Jeden Laut dieser rauschweißen Stille bettete er in ein Beet aus Gold.

Die Unwelt sprach zu ihm in gläsernen Tränen des Verrats.
Er hörte zu.
Setzte die Nichtsätze auf trunkene Stühle im dunstigen Sarg eines Schicksals.

Klangträume regneten ratreiche Wunschharmonien durch ihn.
Er hörte zu.
Vergrub ihre Musik mit kindweichen Händen als Saat rauher Zukunft in sich.

Ganz ruhig saß er da.
So groß war sein Blick.
Und mit jedem Takt Leere
blutete er Liebe hinaus in die Stadt.

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