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Wer wäre ich?

In traumgeborenen Visualen
sah ich sie tausendgesichtig.
So alt wie garst’gen Knalles Schöpfung
doch stets babyzart neugehaucht.
Frisch gesponnen.

Blumengesichtige Kinder
gedeihen und gießen sich selbst
aus vor ihr.
Zerlachen mit fiepsigem Frohmut
der schweren Leere Grauen.

Haltende Händchen siegeln sie ein
in den Raum, der nicht ist
zwischen zwei Herzen.
Geballtig ist ihr Versprechen, 
wenn still Haut an Haut sie bannt.

Sie muttert die Frau zur Hingebungsvollen,
lässt sie Alles ertragen, 
schafft Glück selbst im Opfer, 
so dass Leben gedeiht
und weiterreicht ihren nie leerenden Kelch. 

Sie erschuf mich und jeden
aus dem Chaos des Zufalls.
Sie güldet selbst schwärzeste Tiefe mit Trost.
Hat mich Alles gelehrt und als Dank reicht ein Lächeln.

Wer wäre ich da,
wenn ich nicht an die Liebe glaubte?

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