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Wundenvoller Stern

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Idiotisch triefend pocht die Wunde
tief im Herz des Sterns.
Kraft zuckt wimmernd durch den bunten,
sanfter Lüge Kern.

Schwere Kraft der dummen Zier
die dort wächst in mir.
Leichtes Streben sinnlos laut,
das Stern und Stern nie traut.

Mit glühend heißem Aschezwirn
vernäht sich selbst der Schmerz.
Er weht auf ewig durch den Stern –
vergesslich schriller Terz.

Ein glühend Wogen, rechter Spott
durchfährt in stetem Trott,
was einst geboren und jetzt flammt –
Sonnen in mir, verdammt.

Ihn ewig leugnend, tief verhasst
und doch von Herzen gern,
verfluch ich, was mir Lust und Last:
den wundenvollen Stern.


Painting copyright by Patrice Murciano patricemurciano.com
THX for your permission, Patrice

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